Body Mapping

Hautkrebsvorsorge erfolgt durch Ganzkörperkontrolle mit Auflichtmikroskop. Dies ermöglicht, pigmentierte sowie nichtpigmentierte Hautveränderungen zu begutachten. Bei einer rechtzeitigen Entfernung von Melanomen in situ (Melanome, deren Zellen noch nicht mit Lymphwegen oder Blutgefäßen in Kontakt gekommen sind), ist eine Heilung möglich. Wenn die Pigmentzellen eines Melanoms jedoch tiefer als 0,75mm (!) reichen, entschwindet  die Chance auf Heilung.

Um eine Chance zu haben, verdächtige Veränderungen rechtzeitig erkennen zu können (mit dem freien Auge unmöglich), ist eine jährliche Ganzkörperkontrolle unumgänglich. Eine rechtzeitige Entfernung verdächtiger Veränderungen ist lebenswichtig.


Als Moment-Betrachtung OHNE die zum Vergleich erforderliche Bildspeicherung, wird diese Kontrolle einmal pro Jahr von der Sozialversicherung gedeckt.


Nach der Pubertät entstehen viel Male, weshalb eine jährliche Kontrolle ab dieser Zeit besonders wichtig ist. Bei Jugendlichen sind nur zu oft schon metastasierende Melanome zu entfernen.
Spätestens nach dem 40. Lebensjahr entstehen keine neuen Muttermale mehr. Ab da handelt es sich um sogenannte „Alterswarzen“ oder Melanome.

Selten weiß jemand mit der nötigen Sicherheit, wie lang sich ein fragliches „Muttermal“ tatsächlich schon auf der Haut befindet.
Da hilft nur Body Mapping: Hierbei werden - landkartengleich - Digitalfotos der gesamten Körperoberfläche erstellt, gespeichert und nach einem Jahr automatisch verglichen, wodurch Veränderungen unabhängig von menschlichen Erinnerungen aufscheinen. Das erhöht ganz erheblich die Chance, rechtzeitige Diagnosen zu stellen und sichere Entscheidungen über notwendige Entfernungen zu treffen.
- Laut der Metaanalyse Pampena R et al. Am Acad Dermatol 2017; http://doi.org/cdwq "erwiesen sich von 20.126 Melanomen 5.852 (29,1%) nävusassoziiert. In 15 der analysierten Studien wurden Angaben zum Nävustyp gemacht: Lag ein nävusassoziiertes Melanom vor, war es statistisch unerheblich, ob der betreffende Nävus dysplastische Merkmale hatte oder nicht. Nävusassoziierte Melanome hatten eine im Mittel 0,39 mm niedrigere Breslov-Dicke als de novo - Melanome. Dies geht konform mit der Beobachtung, dass Patienten mit de novo - Melanomen ein schlechteres Gesamtüberleben hatten."   
- Diese Metaanalyse bestätigt meine langjährige fachlichen Erfahrung.
- Leider wird die aus meiner fachlich dermatologischen Sicht unbestreitbar NOTWENDIGE ergänzende jährliche Vergleichs-Untersuchung mit automatischem Bildvergleich - im Gegensatz zur jährlichen Ganzkörperkontrolle als bloße Momentaufnahme und ohne automatischen Bildvergleich - nicht von der Sozialversicherung gedeckt: Wer medizinisch bestmöglichen Schutz haben will, muss selber dafür zahlen. 

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